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INTERVIEW MIT MATTHIAS (Maddi) HAUPT
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Deine Berufung zum Stadtarchivar Wasserburgs hat dich aus der Hansestadt Bremen in den Süden verschlagen. Hier wurde auch dein Wunsch nach akustischer Musik erfüllt. Fühlst du dich musikalisch wie persönlich in der neuen Heimat dahoam ?

Der Beruf des Archivars ist ja nun eher selten. Zur Berufsausübung braucht man also ein gewisses Maß an Flexibilität. Ich hatte das Glück, mit meinem Beruf in Wasserburg Eigenständigkeit und die Kerntätigkeit des Geschäfts - das Erschließen jahrhunderte alter Dokumente - verbinden zu können. Und auch als Nordlicht kann man sich privat im Süden sehr wohlfühlen, auch wenn ich nie die Bindung zu meiner alten Heimat an der Küste verlieren werde. Da zieht es mich immer wieder hin… - nach drei jahren Pause in der Musik, stieg ich bei no snakes in heaven ein und konnte so, nach schwerpunktmäßiger Bearbeitung meiner e-Gitarre in den vorangegangenen Jahren, das akustische Spielen neu und erstmals entdecken - das ist nicht nur reizvoll, sondern macht einen gewaltigen Spaß …
 

 

Welcher Künstler hat dein musikalisches Dasein nachhaltig beeinflusst ?
 
Mark Knopfler, sowohl in seinen Dire Straits Zeiten, als auch in den letzten Solojahren… Mit dem gerade erschienen Solo Album "kill to get crimson" entdecke ich eine Gemeinsamkeit zu dem was wir machen - die Instrumentierung auf dem neuen Album ist sehr zurückgeschraubt - die Basics Gitarre, Drums, Bass öffnen Raum für ein bodenständiges melodiegefülltes Album- durch die Arbeit mit den no snakes ist mein Gehör für akustische Musik geschärft worden und auch das Interesse gewachsen - interessant, dass ich diese Entwicklung auch bei meinem Gitarrenidol entdecken und vielleicht besser verstehen kann, als viele Fans, die sich die alten Straits-Tage zurückwünschen.
  Eigentlich eine ungewöhnliche Situation mal nur mit Frauen Musik zu machen. Normalerweise ist das eher anders herum. Wie fühlt man sich als Hahn im Korb und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit 2 Musikerinnen, die nun auch noch Familie haben?
 
Das erste Mal, dass ich mir darüber Gedanken mache. Unterschiede zum Musizieren mit einer Männertruppe gibt es aus kreativ-musikalischer Sicht wahrscheinlich keine - im Gegensatz zu meiner alten Jugendband Yuma
www.myspace.com/outoffuel
ist es natürlich ruhiger geworden, anstelle von Bier und Zigaretten, trinken wir Tee (mit Rum…lacht) und erzählen keine schmutzigen Witze - das natürlich schon wegen der Kinder (grins). Nein, mal im Ernst, in der Musik habe ich bisher keine Geschlechterunterschiede erkennen können, es geht doch vielmehr um ein gemeinsames Feeling und das Finden "gruppendynamischer" musikalischer Interpretationen im Spiel. Das ist mit "meinen beiden Damen" in den letzten Jahren sehr zusammengewachsen und Micha dabei eine ständige Inspiration für neues Gefiedel auf meinem Instrument.

Was hörst du sonst noch gerne ?


Im Gegensatz zu meiner Vernarrtheit in Knopflers Musik, die ständig griffbereit liegen muss, bin ich relativ offen - die Bandbreite reicht von den Red Hot Chilli Peppers über Tom Petty zu irgendwelchen kurzweiligen Radiovorbeiläufern. Vor allem aber muss ich immer wissen, was mein Freund Uli Wortmann, einer der kreativsten Songwriter, immer gerade so macht, siehe zum bsp. hier:
www.myspace.com/faridastudio
Uli Wortmann auch hier:
www.kleinstadthelden.de/farida/


   
 
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